Heute ist der 4. Dezember - Gedenktag der Heiligen Barbara. Wenn Dich die Legenden um ihr Leben und Sterben nicht so interessieren dann klick hier ... dann bist Du sogleich bei der kleinen Überraschung für heute!

 Hier zuerst einmal ein Bild dieser sagenumwobenen Dame:

   
         
   

   
     

Lukas Cranach "Martyrium der Heiligen Barbara" 1510-1515

     
             
   

Es wird geschrieben, dass die heilige Barbara im Jahre 306 von ihrem eigenen Vater enthauptet worden sei. Viele Legenden ranken sich darum, wie es dazu gekommen sei und nicht einmal über den Ort, wo sie gelebt haben soll ist man sich einig. Wenn Du die verschiedenen Legenden lesen  möchtest dann klick doch bitte auf den Engel unten, ach ja ... die helleren und unterstrichenen Textstellen sind Links:

   
             
     

     
   

   
             
   

In Kürze hier noch ein paar weitere Details:

   
             
           
    Der Name Barbara kommt aus dem griechischen (lateinischen) und bedeutet die Fremde.

In der Numerologie ergibt sich für den Namen Barbara die 7. Diese Zahl bedeutet "Lehrer für ethisches Verhalten". Das Erkennen von Wahrheit und Unwahrheit geschieht mit nachtwandlerischer Sicherheit. Menschen mit dieser Namenszahl können der Welt Geheimnisse des Lebens aufzeigen, sie sind Denker, Philosophen oder Mystiker. Sie brauchen die Einsamkeit, um Ihre Stärke zu erleben, die Stille. In der Antike wurden sie in die Tempel gebracht, um eine Ausbildung als Priester oder Priesterin zu absolvieren. 

   
             
     

     
             
   

Gemäss den verschiedenen Legenden lebte die heilige Barbara im 3ten Jahrhundert ... und zwar entweder in Nikomedia, dem heutigen Izmit in der Türkei, oder aber in Heliopolis, dem heutigen Bá'labakk (Baalbek) im Libanon. Zur besseren Orientierung die Karte unten, wenn Du sie anklickst gibt's das Ganze noch in gross und auch auf einer aktuellen Karte.

In einigen wenigen Legenden wir auch Catania in Sizilien als ihre Vaterstadt bezeichnet. Dort soll sie auch die Menschen vor einem weiteren Ausbruch des Ätna bewahrt haben und wird deshalb dort sehr verehrt.

 

   
           
             
           
     
Sowohl die katholischen wie auch die evangelischen Christen gedenken der Heiligen Barbara am 4. Dezember. Für die Katholiken gilt ausserdem noch der 8. Juli als Tag der Übertragung ihrer Gebeine.

Der Tag von Barbara ist seit 1969 wie alle Gedenktage von rein legendarischen Gestalten nicht mehr im Festkalender der katholischen Kirche aufgeführt. 
     
             
           
             
           
             
   

Die Heilige Barbara wird als Märtyrerin verehrt und zählt zu den 14 Nothelfern:

Achatius:
angerufen gegen Todesangst und Zweifel
Ägidius: angerufen zur Ablegung einer guten Beichte
Barbara: Patronin der Sterbenden
Blasius: angerufen gegen Halsleiden
Christophorus: angerufen gegen unvorbereiteten Tod
Cyriacus: angerufen gegen Anfechtung in der Todesstunde
Dionysius: angerufen gegen Kopfschmerzen
Erasmus: angerufen gegen Leibschmerzen
Eustachius: angerufen in allen schwierigen Lebenslagen
Georg: angerufen gegen Seuchen der Haustiere
Katharina: angerufen gegen Leiden der Zunge und schwere Sprache
Margareta: Patronin der Gebärenden
Pantaleon: Patron der Ärzte
Vitus (Veit): angerufen gegen Epilepsie

Je nach örtlichen Patronaten finden sich anstelle von Erasmus Nikolaus, statt Dionysius Papst Sixtus II. oder in der Funktion des Ägidius Leonhard. Als Nothelfer bezeichnet und zu diesen hinzugerechnet werden gelegentlich auch die vier heiligen Marschälle.

In Deutschland ist sie ausserdem eines der 3 heiligen Mädchen, die anderen 2 sind Katharina (25. November) und Margareta (14. Juli)

   
             
           
             
   



Aufgrund der Legenden über ihr Leben wird die Heilige Barbara für vieles um Hilfe und Schutz angerufen:

Sie gilt als Patronin der Türme, der Bergleute, Bauern, Architekten, Bauarbeiter, Dachdecker, Maurer, Glockengiesser, Schmiede, Zimmerer, Totengräber, Köche und Metzger. Sie soll Sterbenden helfen und auch gegen Fieber und die Pest,  gegen Feuer und Gewitter.

Sie ist auch Schutzheilige der Artillerie. Ihr Bildnis wurde früher häufig auf Waffenlagern und Pulvermagazinen aufgestellt. Der Pulverlagerraum eines französischen Kriegsschiffes wird noch heute als Sainte-Barbe bezeichnet.

Die Kumpel in den Bergwerken erhalten oft noch bis heute am Barbaratag das vor Unheil schützende "Barbaralicht". Bei den meisten Geologischen Landesämtern und in Geologischen Instituten wird Anfang Dezember eine Barbarafeier abgehalten.

Im Rheinland ist Barbara die Begleiterin des Nikolaus und beschert die Kinder ... von diesem Brauch habe ich eben erst bei der Arbeit an dieser Seite erfahren... ou da wär ich gerne diese Barbara!!!

 

   
     

     
             
     


 

     
   

"Auf Barbara die Sonne weicht,
 auf Lucia sie wiederum her schleicht."

"Geht Barbara im Klee,
kommt's Christkind im Schnee."

"St. Barbara mit Schnee,
im nächsten Jahr viel Klee."

"Knospen an St. Barbara,
sind zum Christfest Blüten da."

   
             
     

     
             
     


 

     
     

Vielleicht ist das nur eine weitere Legende ... sollte es wirklich so sein so erscheint mir diese Heilige doch recht progressiv gewesen zu sein... von ihr soll der Ausspruch

"Kein Mensch ist des anderen Eigentum"

stammen. Und das im 3ten Jahrhundert, erstaunlich, nicht?

     
     

 

     
         
   

   
             
   

   
             
   

Zahlreiche Volksbräuche resultieren aus der Verehrung der Heiligen Barbara: Zweige werden an ihrem Gedenktag als "Barbarazweige" von Apfel- oder Kirsch- oder anderen Bäumen abgeschnitten und ins Wasser gestellt. Blühen sie am Weihnachtsfest, dann wird das als gutes Zeichen für die Zukunft gewertet.

 Tatsächlich sind die Zweige ein alter Orakelbrauch: Wenn man vor Wintereinbruch das Vieh von den Weiden in die Stallungen trieb, nahm man solche Zweige von den Bäumen mit, zu Weihnachten schloss man aus der Anzahl der Blüten auf die Fruchtbarkeit des darauf folgenden Jahres. Symbolisch stehen die aufgeblühten Zweige für Jesus, den "Spross aus der Wurzel Jesse".

Hast Du nicht Lust diesen alten Brauch auszuprobieren?
So schön wie auf dem Bild unten könnte er an Weihnachten erblühen ... in diesem Fall war es der Zweig eines Apfelbaumes:

   
             
   

   
             
   

Mach doch heute einen kleinen Spaziergang und schneide Dir einen Zweig. Am besten geht das mit einem scharfen Messer und es kann ein Zweig vom Fliederbusch, Jasmin-, Schlehdorn-, Hasel- oder Forsythienstrauch, vom Apfel-, Birn-, Kastanien-, Pflaumen- oder Kirschbaum sein (die Bauern mögen mir verzeihen). Klopfe nun die Schnittstelle des Zweigleins mürbe, damit das Wasser leichter aufgenommen werden kann. Stecke dann Deinen Zweig in eine Vase und stell diese ein paar Tage an einen kühlen Ort. Anschliessend füllst Du frisches Wasser in die Vase, schneidest den Zweig nach... gib etwas Blumendünger dazu (keines Falls zuviel!!!) und stelle nun die Vase ins Wohnzimmer, vielleicht sogar in die Nähe des Ofens. Ich bin mir sicher, dass es Dir Spass machen wird zu beobachten, wie bald sich aus dem scheinbar verdorrten Zweiglein Blätter und Blüten bilden!

 

   
   

   
         
   

Ach ja, für die Interessierten hab ich da noch was... den verschiedenen Zweigen werden natürlich auch verschiedene "Prophezeiungen" nachgesagt... folgendes habe ich dazu gefunden:

Wie es um Deine geheime Liebe steht sagt Dir der Zweig der Pflanze, die seinem Namen zugeordnet ist oder auch ein Zweig seiner Lieblingsfrucht oder -pflanze. Verdorrt der Zweig, ist die Sache klar, wenn nicht dann wird es so richtig spannend...

Wenn Du mehr darüber wissen möchtest, wie es um Deine berufliche Zukunft aussieht so verraten Dir Apfel- oder Pflaumenzweige mehr.

Möchtest Du wissen wie es um Glück und Reichtum in Deinem zukünftigen Leben steht empfehle ich Dir die Haselnuss... deren blühender Zweig verheisst in dieser Beziehung wenn er erblüht nur Gutes!

Quitten stehen für die Freuden und Leiden der Zweisamkeit! Die Blüten duften so wundervoll wie die Liebe und doch haben die Früchte einen bitteren Beigeschmack (nein Du liegst falsch, das stammt nicht von mir!!!). Sie verrät Dir also mehr über die Zukunft Deiner Beziehung.

Trost und Hilfe werden durch die Kirschenblüten symbolisiert. Dies deshalb, weil gemäss den Legenden die Heilige Barbara in ihren schlimmsten Stunden durch ihn Stärkung erfahren haben soll. Aber das weisst Du ja längst, wenn Du die verschiedenen Legenden gelesen hast.

   
         
       
   
Alle Jahre halten am Tag der Heiligen Barbara, am 4.Dezember, die Artilleristen von Basel ein Salutschiessen zu Ehren ihrer Schutzpatronin ab. Die traditionellen 23 Schuss Salut werden beim Thomasturm am Rhein um 18.30 Uhr aus einer 7,5cm Feldkanone Modell 1903 abgefeuert. Die historisch uniformierte Geschützgruppe wurde, wie auch die Barbaragrenadiere, von Rost und Grünspan für den Artillerie-Verein Basel-Stadt aufgebaut und sie wird laufend militärhistorisch betreut. Der Aufzug der Artilleriestandarte unter dem St.Johannstor und das Salutschiessen finden jeweils in Anwesenheit zahlreicher internationaler Gäste statt. Natürlich lässt es sich auch die Basler Bevölkerung nicht nehmen, dem altbekannten Anlass beizuwohnen.
   
             
   

Barbarastatue

   
         
   


 

   
     


 

     
   

Kirschenzweige bringt ein Mädchen
Über kahle kalte Heide.
Dämmertag ist Nacht geworden
Dörfchen blinkt wie Lichtgeschmeide

Engelstimme singt vom Himmel:
Dunkler Reiser, seid erkoren.
Staubverweht sind lang die Blumen,
Feld und Garten eingefroren.

Ihr nur werdet grünend leben,
wenn der Erde Pflanzen fehlen.
Heilige Nacht wird Blüten treiben,
und ein Glück kommt in die Seelen.

Letztes Rot verlischt am Walde
Ton in Lüften bebt entschwindend.
Über die verhüllte Heide
Haucht der Bergwind, Schnee verkündend.

Barbaratag von Hans Carossa
 

   
             
   



Ich muss gestehen - diese Seite ist viel viel länger und grösser geworden, als ich ursprünglich wollte. Aber es ging mir wie so oft... hab ich mich mal in ein Thema eingelesen finde ich es so faszinierend und möchte Dir das mühsam Zusammengesuchte nicht vorenthalten. Ich hoffe Dich nicht allzu sehr gelangweilt zu haben und würde mich über einen "Gedeihensbericht" Deines Barbarazweiges sehr freuen... Du machst doch mit, oder??? Oder weisst Du überhaupt nicht, wovon ich jetzt rede? Dann klick doch einfach hier...

Ich wünsche Dir heute einen wundervollen Spaziergang ...